Die Selbstzweifel-Sorgen-Spirale

Immer wieder werden wir innerlich mit negativen Grund-Emotionen konfrontiert. Entweder, weil wir uns selbst betrachten oder weil außen Dinge geschehen, die uns Angst machen. Weil wir uns nicht fähig fühlen, alles „richtig“ zu machen oder weil wir denken, unsere Umgebung zeigt uns, dass wir irgendwie verkehrt liegen. Dabei ist dieses Gefühl von „verkehrt“ meist sehr vage und unklar.

Hier geht es um den Weg, den unser Selbstbild nimmt, um uns in einen Strudel an negativen Emotionen zu ziehen, aus denen man schwer entkommt und die man oftmals kaum kontrollieren kann.

Die automatische Sorge​

Wenn wir uns selbst für etwas kritisieren, was wir nicht gut genug machen, wo wir Fehler haben, dann verletzt das nicht nur unser Inneres, sondern es macht uns automatisch Angst:

Angst davor, auch gegenüber anderen Fehler zu machen.

Angst, auf irgend einer Ebene sozial ausgegrenzt zu werden.

Angst vor Ablehnung oder Zurückweisung.

Angst vor Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben.

Angst vor der Zukunft.

Ein Beispiel für Angst, die durch Selbstzweifel erzeugt wird

Ich hätte diese Arbeit wirklich noch besser erledigen können.

Mein Chef hat das zu Recht kritisiert.

Das könnte meinen Job zum Wackeln bringen. In diesen Zeiten …

Und wie stehe ich dann vor meinem Mann da ?

Er wird nicht erfreut sein.

Besser ich erzähle es ihm nicht.

Doch bin ich dann nicht unehrlich ?

Er wird es merken.

Es wird zwischen uns stehen, dass ich Sorge habe.

Vielleicht kommt er deswegen in letzter Zeit so spät heim, weil ich für ihn belastend bin mit meinen Sorgen …

Aber falls er sich trennen wollte, hätte er das mir nicht gesagt ?

Aber so ohne Mann und ohne Job. Kein gutes Leben.

Da gibt es viele, die total unter die Räder gekommen sind.

Notfalls könnte ich bei meiner Mutter unterkommen.

Aber wie beschämend wäre das ?!?

Finde deine eigene Gedankenspirale aus Selbstzweifeln​

Du erkennst genau, was hier geschieht.
Denke es mal durch, auf dein eigenes Leben angewendet:

Identifiziere einen Selbstzweifel den du hast.

Und nun verfolge deine automatisierten Gedanken:
Wo sind die Gedankenspiralen deines Lebens, die sich auf deine Selbstzweifel gründen ?
Und wo kommst du am ende raus?
Im Beispiel oben hast du gesehen: Eine nicht optimal erledigte Arbeit führt zu der Angst, wieder bei der Mutter einziehen zu müssen. Wie absurd.
So können Kleinigkeiten zu übermäßigen Sorgen führen.
Am Ende steht gelegentlich auch einfach die Aussage:
Alles wird schief gehen, weil ich es einfach nicht verdiene.
Weil ich einfach nicht gut genug bin.
Weil ich einfach keinen Anspruch habe auf ein glückliches Leben.

Erkenntnis reicht oft nicht aus​

Doch das Folgende ist entscheidend: Selbst wenn dir bewusst wird, wie absurd diese Gedankengänge sind und du erkennst, wie wenig realistisch die von dir visualisierten Sorgen sind, reicht das meist nicht, um sie zu beruhigen.

Das liegt daran, dass nicht die Sorgen das Problem sind, sondern die Selbstzweifel. Und selbst wenn du die Sorgen für „sinnlos“ erklärst, bleibt die Unsicherheit und befeuert deine Sorgen erneut. Du kippst in dieselbe oder eine parallele Schleife.

Wo liegt die Lösung ?

Leider gibt es hierfür keine schnelle „Lösung aus dem Supermarkt“. Du lebst schließlich mit diesen Mechanismen ja auch schon ein paar Jährchen.


Was nützt, sind Strategien, die du nachhaltig immer wieder und wieder anwenden kannst, und die dir und deinem Inneren mit der Zeit eine neue Perspektive geben. Dann dürfen die Gedankenkreise nachlassen und allmählich verschwinden.

Meine empfohlene Erst-Strategie ist diese:

  1. Schreibe dir die wichtigsten Dinge auf, wo du an dir selbst zweifelst.
  2. Nimm‘ dir die Zeit, zu beobachten, welche Gedankengänge dir dazu kommen und schreibe sie auf. Das Aufschreiben ist hier wichtig, denn man gewinnt dadurch Klarheit.
  3. Beobachte, wo und wann die Kreise entstehen. Notiere die Auslöser.
  4. Mache dir bewusst, dass es an deinen Selbstzweifeln liegt, dass du in diese Kreise rutscht.
  5. Schreibe dir auf, wie diese Sorgen-Situation im idealen Fall gut ausgeht.
Dies ist ein Lösungs-Anfang. Du kannst es nutzen, um dir bewusst zu werden, was „in dir abgeht“, wenn du dich selbst kritisierst. Diese Bewusstheit kann dir helfen, ins Tun zu kommen. Der positive Ausblick lässt dich gedanklich übern, auch das Positive zu sehen und für möglich zu halten.
 
Damit dies für dich leichter ist, habe ich ein Arbeitsblatt entworfen, das du direkt hier ganz einfach herunterladen kannst. Drucke es dir aus und nimm‘ dir ein wenig Zeit dafür.

Hängst du in der Vergangenheit ?

Wenn du deine Gedankenkreise mal so „von Ferne“ betrachtest: Die meisten beziehen sich auf die Zukunft und speisen sich aus der Vergangenheit. Menschen sind durchschnittlich zu 80% des Tages damit beschäftigt, Dinge zu tun, zu fühlen und zu denken, die mit der Vergangenheit zu tun haben. Und noch dazu: Die meisten Erinnerungen, die Menschen haben, sind nicht korrekt. Das kann bei diesem Thema ein ganz schön heftiger Krückstock sein: Du stützt dich auf etwas, was durch deine Interpretationsbrille gegangen ist und nutzt es, um in Kombination mit Vorwürfen gegen dich selbst ein Gebäude zu erreichten, in dem keine Mensch einfach glücklich leben kann. Nicht einmal du.

Möchtest du gerne mehr in die Tiefe gehen ? Ich habe immer ein offenes Ohr und einen unverbindlichen Gesprächstermin frei mit ganz viel Input für dich 😃🤗

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