Schlechte Gewohnheiten ändern: Woran liegt der Erfolg ?

Der Wecker läutet. Du streckst den Arm aus und tappst leicht benommen auf die Schlummertaste und drehst dich auf die andere Seite. Nach neun Minuten nochmal dasselbe. Du weißt: Es geht nicht länger, im kuscheligen Bett zu bleiben und raffst dich hoch. Füße raus, Pantoffeln an die Füße, schlurfender Gang ins Bad. Warmes Wasser über den Körper, Zahnbürste. Kamm. Creme. Kleidung an. Wasserglas, Kaffeemaschine, Kühlschranktüre, Milch. Handy, Nachrichten, Antworten. Dann raus. Autoschlüssel, Haus abgesperrt, Autotüre, starten, Kreuzung, Ampel.
Jetzt erst denkst du „puh, ich sollte mal richtig wach werden“.
 
Wie bist du dann überhaupt dahin gekommen ?
Schlicht: Auf Autopilot.
 
Welche wunderbare Einrichtung der Natur ! Wir können Dinge tun, unseren Alltag über weite Strecken bewältigen, ohne überhaupt darüber nachdenken zu müssen. Ohne Entscheidungen. Ohne Zeitverlust. Mit effizient erprobten kraftsparenden Bewegungen. Ideal abgestimmten Prozessen.
Jeder Wirtschaftswissenschafter hätte seine Freude an deinem Morgen !

Eine kardinale Frage

Lasst uns also zunächst eine sehr wesentliche Frage klären:
Warum sollte jemand überhaupt seine Gewohnheiten ändern wollen ?
Gewohnheiten sind etwas sehr positives: Die Evolution hat sie eingerichtet, weil der menschliche Organismus nicht in der Lage ist, ständig alles, was er tut, aktiv zu entscheiden. Dies würde bei Weitem mehr Energie verbrauchen, als wir aufnehmen und produzieren können, wäre also unmöglich.
  • Atmen
  • Das Herz schlagen lassen
  • Bewegen
  • Trinken
  • Essen
Das sind Basis-Gewohnheiten, die man vielleicht auf den ersten Blick nicht mal als solche erkennt.
 
Doch vieles andere ist ebenfalls automatisiert:
  • Schuhe anziehen
  • Auto fahren
  • Tee kochen
  • Waschmaschine befüllen
  • Türe schließen
  • Die Tastatur bedienen
Denke an die Menschen, die dir am meisten vertraut sind: Wie ziehen sie ihre Schuhe an ? Wie bewegen sie sich ? Wie reagieren sie auf dich ? Wenn man andere um sich, oder auch sich selbst beobachtet, wird man sehen, wie sehr diese Gewohnheiten und typischen Bewegungen einen Menschen ausmachen. Wie viel sie dazu beitragen, wie er „ist“.
Wie sehr erleichtern Gewohnheiten den Umgang der Menschen untereinander: Zu wissen, wie jemand etwas tun wird, wie er reagieren wird, macht es uns deutlich einfacher, mit ihm umzugehen. Gewohnheiten sind also auch die Basis für gut funktionierende Beziehungen.

Emotionale Gewohnheiten

 Mehr noch: Wir sind es gewohnt, in bestimmten Gedanken-Gefühls-Kreisen zu leben. Wir denken selten wirklich Neues. Und wenn es der Fall ist, dann ist es oft mit Unbehagen verbunden. Selbst dieses würde für unser Leben zu viel Energie kosten: Täglich aufs Neue Dinge neu zu bewerten und neu zu denken. Neue Entscheidungen zu treffen in allen Kleinigkeiten.

"Schlechte Gewohnheiten ändern"

Warum also ist es solch ein großes Thema, „seine schlechten Gewohnheiten zu ändern“ ?
 
Dies ist dann ein Thema, wenn man erkennt, dass eine Gewohnheit einem selbst nicht gut tut. Oder wenn jemand uns gesagt hat, dass eine Gewohnheit schlecht ist
Oder wenn wir glauben, dass eine Gewohnheit schlecht ist oder anders sein sollte
Oder wenn sogar die Umwelt fordert, dass wir Gewohnheiten ändern.
 
Solche Dinge sind meist recht offensichtlich, wenngleich wir diese Gewohnheiten gelegentlich nicht mal selbst als „schlecht“ erkennen, da sie keine direkt und unmittelbar erkennbaren Nachteile haben. Wir sollten und wollten also:
Nicht mehr rauchen
  • Gesünder essen
  • Weniger sitzen, mehr bewegen
  • Ruhig und gelassen reagieren
  • Mit dem Rad statt mit dem Auto fahren
  • Wasser statt Limonade trinken
Und dann gibt es noch jene Gewohnheiten, die wir selbst ändern wollen, weil wir merken, was uns gut und weniger gut tut:
  • Weniger Fernsehen
  • Konsequenter aufräumen
  • Nichts mehr aufschieben
  • Weniger Zeit am Handy verbringen
  • Sich nicht über den Nachbarn ärgern
  • Täglich meditieren
  • Vernünftig essen, um abzunehmen oder nicht zuzunehmen
 
Das ist ein ganz schön großes Paket, das durchaus zu Stress führen kann.

Wo "sitzen" unsere Gewohnheiten ?

Hier in diesem Blog gehen wir stets noch einen Schritt in die Tiefe, und so auch hier:
Der Keim aller Gewohnheiten sind unsere Gedanken, Gefühle und körperlichen Empfindungen.
 
Jeder Gedanke, jedes Gefühl und jede Handlung verursacht einen elektrischen Impuls in unserm Gehirn und stimuliert eine bestimmte Verbindung von Nervenzellen (Neuronen).
Gedanken, Gefühle und der Körper stehen hier in einer intensiven Verbindung. Sie ergänzen sich gegenseitig, unterstützen sich und fördern sich.

  • Wenn du einen Gedanken hast, löst dieser meist automatisch ein Gefühl aus. Und dieses Gefühl wiederum bewirkt, dass sich dein Köper in einer bestimmten Weise verhält. Sei es nur, indem du unmerklich deine Haltung änderst. Oder natürlich, indem du etwas bestimmtes tust.
  • Dies stärkt wiederum die entsprechenden Gedanken, die wiederum dafür sorgen, dass du entsprechend fühlst. Und so weiter und so weiter.
  • Durch diese Prozesse wird ein Konglomerat entsprechender Neuronenverbindungen gebildet. Und genau diese „Felder“ sind es, auf die der Menschliche Organismus zugreift, wenn er in eine Entscheidungssituation kommt. Schnell und automatisch. Wie eine Bibliothek auf einer SSD gespeichert.
 
Dies ist der Grund, warum es so schwierig ist, schlechte Gewohnheiten zu ändern. Weil entsprechende Automatismen im Gehirn physisch verankert sind.
Dieses Wissen gibt uns jedoch gleichzeitig auch die Handhabe, Dinge zu ändern. Denn aus diesem Blick wird völlig klar:
 
Einfach unser Verhalten zu ändern, nützt wenig. Unsere Neuronenverbindungen biegen es schnell wieder „zurecht“.

Denken, Fühlen und Handeln im Kombipack

Was jedoch nützt, sind zwei Dinge:
 
  1. Nimm‘ dich selber aufmerksam wahr und erkenne, was tatsächlich für dich gut oder schlecht ist. Finde einen vernünftigen Kompromiss zwischen „was du gerne hast“ und „wo du hin willst“.
  2. Wenn du genau weißt, was du ändern willst: Dann setze deine Gedanken und Gefühle kombiniert ein. Als „Kraftpaket“, sozusagen. Willst du etwas ändern, dann denke es, fühle es und tue es. Und bleibe dabei, es zu denken, zu fühlen und zu tun.
Wer nur handelt, wird bald von seinem Autopiloten zurückgeholt.

Wer nur denkt, kommt nicht ins Handeln.

Wer nur denkt und handelt, verleiht seiner Veränderung keinen Treibstoff, positive Gefühle hervorzurufen.

Ein kurzes Beispiel

Das Vorhaben „Abnehmen“ oder „Rauchentwöhnung“ wird anzugehen, einfach indem man sich vornimmt „ab heute esse ich anders/rauche ich nicht mehr“ wird scheitern. Warum? Weil die Gewohnheit einfach zu stark ist, und sich schnell ihren Raum zurückerobert.
 
Du quälst dich mit deiner Disziplin durch den Tag bis zum Abend, wo dann doch die Schokolade oder Zigarettenpackung einfach ZU verlockend ist. Und wenn du dann nur kurz daran denkst, es zu „tun“,  mischen sich so viele Gefühle ein (Schuld, Scham, Reue, Unfähigkeit), dass die Umsetzung hoch gefährdet ist, oder du es gleich bleiben lässt. 
 
Wenn man seine Gedanken UND Gefühle auf das richtige Ziel fokussiert und dann noch das Richtige TUT, dann ist  der Erfolg sehr wahrscheinlich.
 
Und doch gibt es noch einen Faktor, der der „geheime Turbo“  dieses Vorhabens ist.
Es ist quasi der „Geschenks-Anhänger“ an deinem Gedanken-Gefühle-Handlungen-Paket.
 
Auf ihm steht drauf, dass dieses Paket wirklich FÜR DICH ist.
 
Es ist die Kraft , die die inneren Widersacher auf ihre Seite zieht. Die überzeugend wirkt und alle Kräfte vereinen kann:
 
SELBSTLIEBE
Mit Weisheit an „Veränderung“ zu gehen bedeutet auch: Zu erkennen, was man sich selbst gegenüber durchsetzen kann, und was (noch) nicht. 
  
Von Herzen,
Monika 🌱🌺
 
P.S.:
Wenn du konkrete Unterstützung brauchst, dann sieh mal in den SAAT-Masterplan hinein, oder mache dir einfach einen Gesprächstermin mit mir aus !

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